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Reinigungs- und Desinfektionsplan: Ihr wichtiger Baustein zum Hygienemanagement

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Reinigungs- und Desinfektionsplan

Der Reinigungs- und Desinfektionsplan ist ein Bestandteil des Hygieneplans. Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet Sie in § 36, einen Reinigungs- und Desinfektionsplan zu erstellen, alle Mitarbeiter darüber zu informieren und den Plan so aufzubewahren, dass er für alle Mitarbeiter zugänglich ist. Dazu werden die Pläne in der Regel in den betroffenen Bereichen ausgehängt.

Unterschied zwischen Reinigungsplan und Hygieneplan

Der Reinigungs- und Desinfektionsplan ist ein Bestandteil des Hygieneplans. Aber er ersetzt ihn nicht. Dies ist ein Missverständnis, das immer noch dazu führt, dass in einigen Einrichtungen das Hygienemanagement nicht ausreichend geregelt ist.

Im eigentlichen Hygieneplan oder auch Hygienehandbuch genannt, dokumentieren Sie alle Prozesse in den hygienerelevanten Arbeitsbereichen. Je konkreter die Unterlagen sind, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Denken Sie deshalb an die folgenden weiteren 7 Arbeitsmaterialien, die Ihre Prozessbeschreibung im Hygieneplan ergänzen:

  1. Gefahrstoffverzeichnis
  2. Checklisten
  3. Herstellerangaben
  4. Stellenbeschreibungen
  5. Arbeitsanweisungen zur Aufbereitung
  6. Sicherheitsdatenblätter
  7. Betriebsanweisungen etc.

So erstellen Sie den Reinigungs- und Desinfektionsplan

Fassen Sie routinemäßige Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen in einem Plan zusammen. Klären Sie dazu die 5 Fragen:

  • Was? Legen Sie den Bereich fest, z. B. Fußböden, Untersuchungsliegen usw.
  • Wann? Legen Sie die Reinigungsfrequenz fest, z. B. nach jeder Benutzung, täglich usw.
  • Wie? Legen Sie fest, mit welchem Mittel und mit welchem Verfahren gereinigt bzw. desinfiziert wird, z. B. mit fusselfreiem Tuch abwischen, feucht reinigen usw.
  • Womit? Geben Sie die Namen der Produkte an, die genutzt werden und die die Konzentration sowie Einwirkzeit festlegen.
  • Wer? Listen Sie die jeweiligen Verantwortlichen auf.

Wichtig ist die richtige Auswahl der Reinigungsmittel bzw. Präparate. Achten Sie bei der Auswahl und dem Einkauf darauf, dass sie in der Desinfektionsmittelliste des Verbundes für angewandte Hygiene aufgeführt sind (VAH-Liste). Wenn Sie viruzid wirkende Desinfektionsverfahren anwenden müssen, sollten Sie Präparate einsetzen, die auf der Liste des Industrieverbandes Hygiene und Oberflächenschutz geführt werden. Denn die in diesen Listen genannten Desinfektionsmittel wurden von unabhängigen Stellen auf Wirksamkeit getestet und sind damit für den konkret benannten Zweck geeignet.

Denken Sie grundsätzlich daran, dass der Reinigungs- und Desinfektionsplan stets aktuell an die jeweiligen Infektionssituationen und -risiken angepasst wird. Wenn Sie Reinigungsarbeiten an Fremdfirmen vergeben, sollte der Desinfektionsplan in den Vertrag aufgenommen werden.

Tipp: Eine Hygienefibel für das Gesundheitswesen können Sie hier herunterladen.

Beispiel eines Reinigungs- und Desinfektionsplans

In der untenstehenden Abbildung finden Sie einen Auszug aus einem beispielhaften Reinigungs- und Desinfektionsplans.

Reinigungs- und Desinfektionsplan
Auszug eines beispielhaften Reinigungs- und Desinfektionsplans

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Autor: Uta Fuchs

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