Neue Verordnung macht Styropor zu ungefährlichem Abfall

Neue Verordnung macht Styropor zu ungefährlichem Abfall

Styropor enthält das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD). Dadurch müsste der Dämmstoff eigentlich als gefährlicher Abfall entsorgt werden. Um einen Entsorgungsengpass zu vermeiden, hat die Bundesregierung die POP-Abfall-ÜberwachungsV erlassen. Das macht die Entsorgung wieder einfacher und günstiger.

    Styropor als Sonderfall

    HBCD-haltige Wärmedämmstoffe wurden seit dem 30.9.2016 nach der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) als gefährliche Abfälle eingestuft. 3 Monate später trat eine Übergangsregelung für HBCD-haltige Abfälle in Kraft. Damit konnten diese Abfälle bis Ende 2017 als normaler, „nicht gefährlicher Abfall“, entsorgt werden. Diese Übergangsregelung wurde nun unbefristet in der Verordnung zur Überwachung von Abfällen mit persistenten organischen Schadstoffen und zur Änderung der AVV (POP-Abfall-ÜberwachungsV) mit einem erweiterten Nachweisverfahren verankert.

    Autor: Gabriele Janssen