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Elektrobrände durch 5 Maßnahmen verhindern

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Elektrobraende

Elektrobrände – kleine Ursache, große Wirkung: Das ist leider allzu oft das Fazit der Feuerwehr, wenn es um die Ursachen von verheerenden Bränden geht. Lesen Sie hier, auf welche Schwachstellen Sie als Sicherheitsfachkraft in Ihrem Betrieb achten müssen, um Elektrobränden wirksam vorzubeugen.

Auch wenn – wie in diesem Fall – Menschen nicht verletzt wurden, sind die wirtschaftlichen Konsequenzen solcher Katastrophen oft existenzbedrohend:  So führt etwa jeder dritte Brand in der Industrie nach Angaben der Versicherungswirtschaft zu Sachschäden von mehr als 500.000 s – für das betroffene Unternehmen nicht selten das Aus.

Elektrobrände – Auslöser sind oft Kleinigkeiten

Die meisten Elektrobrände entstehen durch scheinbar lapidare Ursachen wie beschädigte Isolierungen oder Überlastungen an elektrischen Leitungen und Anschlüssen. Sie können sie am besten vermeiden, indem Sie die folgenden 5 einfachen Regeln konsequent anwenden. Machen Sie deshalb alle Mitarbeiter in Ihrem Betrieb durch eine Unterweisung damit vertraut.

1. Lassen Sie schadhafte Isolierungen sofort melden

Knicken oder Quetschen der Kabel kann die Isolierung beschädigen. Auch Umgebungseinflüsse wie Gase oder Dämpfe können den Schutzmantel angreifen. Ein gequetschter elektrischer Leiter hat einen höheren Widerstand: Dadurch kann sich die Leitung an dieser Stelle gefährlich erhitzen. Brüche der Isolierung können Kriechströme und Kurzschlüsse bewirken.

FAZIT: Alle Kollegen, die Leitungen versehentlich beschädigen oder defekte Leitungen entdecken, müssen dies sofort Ihnen als Sicherheitsfachkraft oder einer dafür benannten Elektrofachkraft melden. Diese muss die schadhaften Leitungen sofort außer Betrieb nehmen (stromlos machen oder notfalls Warnschilder anbringen!), bis der Schaden fachgerecht repariert ist.

2. Vermeiden Sie Überlastungen

Auch die Überlastung eines Leiters kann zu einer übermäßigen Erwärmung führen, z. B. wenn zu viele Geräte mit zu hoher Nennleistung an derselben Steckdose angeschlossen werden. Besonders riskant sind zusätzliche, nicht fest verlegte Mehrfachsteckdosen, an denen dann oft zu viele Verbraucher hängen. Vorsicht ist auch bei Stromfressern wie etwa Elektroheizern geboten, die manchmal von den Kollegen privat mitgebracht werden.

Darum: Veranlassen Sie, dass Mehrfachsteckdosen und auch alle privaten Geräte grundsätzlich vor Inbetriebnahme beim Vorgesetzten anzumelden sind. Dieser sollte unter Hinzuziehung einer Elektrofachkraft entscheiden, ob das Gerät am Arbeitsplatz erlaubt ist.

3. Sorgen Sie dafür, dass defekte Kontakte instandgesetzt werden

Sie führen zu erhöhten Widerständen und damit zur Wärmeentwicklung. Ursachen können u. a. schadhafte Steckdosen, Stecker oder Schalter (Wackelkontakt) sein, aber auch Verschmutzungen. Bei einem Wackelkontakt in der Steckdose kann ein Lichtbogen mit sehr hoher Temperatur entstehen und eine Wand aus Pressspanplatten in Brand setzen.

Das bedeutet: Jeder im Betrieb, dem augenscheinlich fehlerhafte Kontakte auffallen, sollte sofort Sie oder die zuständige Elektrofachkraft informieren. Die schadhaften Stecker oder Schalter müssen bis zur erfolgten Instandsetzung außer Betrieb genommen werden.

Praxistipp

Fehlende oder schadhafte Überglocken an Lampen, insbesondere in Kühl- und Feuchträumen, schnellstens austauschen! Andernfalls setzen sich an den Kontakten Schmutz und Feuchtigkeit ab – und das erhöht die Brandgefahr.

4. Überbrücken Sie keine Sicherungen

Sicherungen haben die Funktion, bei einem Defekt den Stromkreis zu unterbrechen und so eine übermäßige Erhitzung des Leiters zu verhindern. Das geht nur dann, wenn sie funktionieren. Sie dürfen deshalb niemals „geflickt“ oder überbrückt werden.

Wenn sich nach einem Brand herausstellt, dass eine manipulierte Sicherung die Ursache war, lehnt die Versicherung den Schadenersatz grundsätzlich ab! Außerdem droht dem Verantwortlichen eine Anzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung.

FAZIT: Auch hier gilt ähnlich wie oben: Wenn beim Einschalten eines Geräts die Sicherung herausspringt, die Sicherheitsfachkraft oder Elektrofachkraft informieren und das Gerät bis zur Schadensbehebung nicht mehr benutzen. Auf keinen Fall darf die Sicherung wieder hereingedrückt werden!

5. Lassen Sie die vorgeschriebenen Prüfungen für elektrische Betriebsmittel immer rechtzeitig durchführen

Als Richtschnur sind folgende Mindestintervalle zu empfehlen (Durchführungsanweisung zur DGUV-Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“):

  • In Fertigungsstätten, Werkstätten usw. jährlich
  • In Büros alle 2 Jahre

So einfach geht Brandschutz im Betrieb!

Autor: Rafael de la Roza

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