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Psychische Belastung an Roboterarbeitsplätzen

Betriebsarzt

Roboter wirken auf viele Menschen faszinierend, sie lösen aber auch Ängste aus. In Ihrer Gefährdungsbeurteilung „Roboter“ dürfen Sie sich nicht allein auf technische Aspekte beschränken, sondern müssen auch mögliche psychische Belastungen berücksichtigen. Ziehen Sie hier ggf. Ihren Betriebsarzt oder externe Experten hinzu, denn die Relevanz der sogenannten psychosozialen Gefährdungen in der Mensch-Maschine-Zusammenarbeit ist nicht zu unterschätzen und wird den Arbeitsschutz in den nächsten Jahren weiter beschäftigen.

Sorgen bei Roboterarbeitsplätzen

Gerade die Phase einer Umstellung auf Robotersysteme kann viele Befürchtungen und Vorbehalte bei betroffenen Mitarbeitern auslösen, z. B.

  • ob Roboter die bislang eigenen Aufgaben übernehmen und ich meinen Job verliere?
  • dass es mir unangenehm ist, hautnah mit einem Roboter zu arbeiten oder von der Hand oder dem Arm eines Roboters berührt zu werden.
  • ob ich demnächst schneller arbeiten muss, um mit dem Roboter mitzuhalten und dessen Taktraten zu erfüllen?
  • inwiefern meine Leistungsdaten in der Zusammenarbeit mit dem Roboter nun genauestens erfasst und gespeichert werden.
  • dass ich durch Kamerasysteme und Sensoren unter einer ständigen Überwachung stehe.

Zur Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung „Roboter“ gehört daher auch, dass Sie die Ausfallzeiten betroffener Mitarbeiter im Auge behalten. Sollte es an Roboterarbeitsplätzen zu erhöhten Fehlzeiten
kommen, müssen Sie versuchen, die Ursachen zu ermitteln und abzustellen. Setzen Sie Ihre Mitarbeiter so ein, dass nur die Beschäftigten roboternah arbeiten, die damit auch mental gut klarkommen. Wer an einem Roboterarbeitsplatz ständig gestresst ist und sich unwohl fühlt, ist nicht nur weniger leistungsfähig, sondern wird auch anfälliger für Arbeitsunfälle und Gesundheitsprobleme.

So einfach geht Gesundheitsschutz im Betrieb!

Autor: Dr. Friedhelm Kring

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