Gefahrenquelle Kohlenmonoxid: Erkennen, behandeln, vorbeugen

Gefahrenquelle Kohlenmonoxid: Erkennen, behandeln, vorbeugen

Das Bundesamt und die Feuerwehr warnen: Rund 90 % aller Brandopfer sterben nicht an den Flammen, sondern an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Überall, wo beispielsweise Kohle, Gas, Benzin oder Holz brennt, entsteht meist auch Kohlenmonoxid.

Die Risiken durch Gasbildung in Silos oder Bunkern mit Holzpellets sind weitestgehend bekannt. Weniger verbreitet ist das Bewusstsein dafür, dass auch in geschlossenen Räumen, wie Produktionshallen, Lagerhallen und Wohnungen – durch Kamin, Gasthermen oder Boilern – mitunter auch ohne organische Substanzen Kohlenmonoxidvergiftungen drohen. Feuerwehr, Bundesamt und andere Experten schätzen, dass jedes Jahr etwa 4.000 Menschen wegen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Aber warum ist Kohlenmonoxid so gefährlich? Und was passiert dabei in unserem Körper? Bei welchen Konzentrationen besteht eine Gesundheitsgefahr und wann kann es zum Tode führen?

    Was ist Kohlenmonoxid?

    Kohlenstoffmonoxid ist ein Gas, welches unsichtbar, geruchs- und farblos und absolut giftig ist. Umgangssprachlich spricht man von Kohlenmonoxid und in der Chemie ist es als CO bekannt.

    Kohlenstoffmonoxid ist Bestandteil aller Abgase, die durch Stoffe, wie Öl, Kohle, Holz sowie Gas erzeugt werden. Diese kommen in Geräten wie Heizung, Gastherme, Boiler, Heizung, Ofen, Kamin oder Shishas zur Verbrennung. Werden neue Werks- oder Produktionshallen und Bürogebäude gebaut und die Räumlichkeiten sind geschlossen, produzieren Baufahrzeuge und schwere Baumaschinen Abgase, wenn diese mit Dieselmotoren ausgestattet sind.

    Besteht nicht ausreichend Sauerstoffzufuhr, kann CO nicht raus befördert werden. Es kommt somit zu einem erhöhten CO-Wert. Nicht erkannt, wird es zur Gefahr für Menschen.

    Gerade bei Geräten wie Gastherme, Boiler oder Heizung wird die Kohlenmonoxid Gefahr unterschätzt, so das Bundesamt und die Feuerwehr. Grund: CO ist geruchsarm und unsichtbar. Kleinste Mengen sind ausreichend, um Erstickungen oder eine Kohlenmonoxid-Vergiftung hervorzurufen.

    Weitere Themen rund um den Arbeitsschutz, die Sie interessieren könnten:
    Beachten Sie diese Gefahren bei der Nutzung von Steigleitern
    Kollaborierende Roboter: So steht es um die Arbeitssicherheit
    Achtung Stolperfalle – Unfallrisiken erkennen und eliminieren
    Schweißarbeiten: Wie Sie für gesunde und sichere Plätze sorgen
    Explosionsfähige Atmosphären: Mit einer lückenlosen Gefährdungsbeurteilung können Sie Leben retten

    Bei diesen Kohlenmonoxid-Konzentrationen besteht Lebensgefahr

    Die Einsatzkräfte der Feuerwehr kennen die Gefahren und Gefährdungen, die von Kohlenmonoxid (CO) ausgehen, genau. Leider unterschätzen viele Menschen, die sich bei einem Brand beherzt an der Brandbekämpfung beteiligen, die extreme Gefährdung durch das tückische Brandgas.

    Tückisch ist ebenfalls, dass es nicht brennen muss, um sich eine CO-Vergiftung einzuhandeln. Bauarbeiter, die mit Maschinen (ausgestattet mit Benzinmotoren oder Dieselmotoren) in geschlossenen Räumen arbeiten, sind dem Risiko ständig ausgesetzt.

    Bei einer Kohlenmonoxid-Konzentration von bis zu 0,003 % (30 ppm) besteht noch keine Gesundheitsgefahr. Welche Maßnahmen bei größeren Konzentrationen nötig sind, ist in der Tabelle vermerkt.

    Rettungsdienste und Feuerwehr sind zunehmend mit tragbaren Gaswarngeräten ausgestattet. Wenn Sie in Ihrem Betrieb Tätigkeiten durchführen, bei denen Kohlenmonoxid verwendet wird oder gebildet werden kann, sollten Sie auf personenbezogene Messgeräte (vgl. Abbildung) nicht verzichten. Sie schlagen Alarm, sobald kritische Gaskonzentrationen erreicht werden.

    CO-KonzentrationRisikobewertungVerhalten
    0,003 %Keine Gefährdung ungeschützter Personen.Fenster und Türen öffnen. CO-Quelle, ggf. gemeinsam mit Fachkräften, wie z. B. der Feuerwehr, ermitteln und weitere Freisetzung unterbinden.
    0,006 %Bis < 1 Stunde, keine Gefährdung ungeschützter Personen.Maßnahmen zur Belüftung des Raums ergreifen. Feuerwehr alarmieren. Aufenthaltsdauer im Gefahrenbereich bei Rettungsmaßnahmen auf unter 15 Minuten minimieren.
    0,020 %Nach 30 Minuten leichte Vergiftungssymptome möglich.Großflächiges Querlüften Feuerwehr alarmieren. Betroffenen Bereich räumen. Weitere Maßnahmen nur unter umluftunabhängigem Atemschutz oder geeignetem CO-Filtergerät durchführen.
    0,050 %Nach 10 Minuten leichte und nach 30 Minuten mittelschwere Vergiftungssymptome möglich.Gefahrenbereich verlassen. Feuerwehr alarmieren. Rettungsmaßnahmen nur unter umluftunabhängigem Atemschutz oder nach Absenkung der CO-Konzentration ergreifen.
    0,100 % Nach wenigen Minuten sind mittelschwere Vergiftungssymptome möglich. Potenziell tödlich nach Stunden. Gefahrenbereich verlassen. Feuerwehr alarmieren. Rettungsmaßnahmen nur unter umluftunabhängigem Atemschutz oder nach Absenkung der CO-Konzentration ergreifen.
    0,300 % Nach wenigen Minuten sind schwere Vergiftungssymptome möglich. Potenziell tödlich nach 30 Minuten. Gefahrenbereich verlassen. Feuerwehr alarmieren. Rettungsmaßnahmen nur unter umluftunabhängigem Atemschutz oder nach Absenkung der CO-Konzentration ergreifen.

    Wie kommt es zu einer Kohlenmonoxid Vergiftung?

    Die Luft, die wir einatmen, besteht nur zu einem Fünftel aus Sauerstoff und zu fast vier Fünfteln aus Stickstoff. Der Kohlenmonoxid-Anteil liegt unter 0,0001 %. Atmet man anstelle von Sauerstoff das geruchlose Atemgift Kohlenmonoxid ein, gelangt es über die Lunge ins Blut.

    Hier wird Sauerstoff normalerweise von den roten Blutkörperchen transportiert. Kohlenmonoxid haftet sich allerdings so fest an den roten Blutkörperchen (Hämoglobin) an, dass es den lebensnotwendigen Sauerstoff im Blut verdrängt. Nach dem Sauerstoffmangel folgen weitere typische Symptome.

    Kohlenmonoxid
    Kohlenmonoxidvergiftungen sind gesundheitsschädigend – © wavebreakmedia – Shutterstock

    Symptome bei Menschen bei einer Kohlenmonoxidvergiftung

    Die Symptome zeigen sich je nach Höhe der CO-Konzentration und Aufenthaltsdauer im betroffenen Raum.

    Bei einer leichten Vergiftung klagen Menschen meist über:

    • Kopfschmerzen,
    • Schwindel,
    • Übelkeit,
    • Mangel an Konzentration,
    • Müdigkeit.

    Bleibt dies unbemerkt verschlechtert sich der Zustand weiter. Der Körper bekommt nicht genug Sauerstoff bzw. frische Luft und es kommt neben dem Sauerstoffmangel zu

    • Desorientierung,
    • Sehstörung,
    • Kurzatmigkeit,
    • Muskelschwäche,
    • Hautverfärbung.

    Wird dies nicht behandelt, führt die Kohlenmonoxidvergiftung zum Tod.

    Eine Kohlenmonoxidvergiftung kommt schnell

    Ob im Privaten oder beruflichen Umfeld, Menschen sollten sich mit der Gefahr Kohlenmonoxid auskennen. Weiterhin sollten die Gefahren durch benzinbetriebene Motoren in geschlossenen Räumen bekannt sein.

    Gerade die Berufsfeuerwehr sollte in Unternehmen alle Mitarbeiter durch Unterweisungen auf die Risiken einer Kohlenmonoxidvergiftung aufmerksam machen. Denn gerade in großen Hallen oder Räumen rechnet fast niemand mit einem erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Wert.

    3 Punkte sind für das Risikoverständnis entscheidend und sollten immer wieder in der Unterweisung geschult werden:

    1. Kohlenmonoxid (CO) entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Materialien wie Holz, Kohle, Öl oder Kraftstoffe verbrannt werden.
    2. CO ist giftig, weil es sich stark an das Hämoglobin im Blut bindet und dadurch den lebenswichtigen Sauerstoff verdrängt.
    3. Das Gas hat weder Geruch, Geschmack noch Farbe oder löst einen Hustenreiz aus. Der Mensch kann die Gefahr durch Kohlenmonoxid daher nicht wahrnehmen.

    Erste Hilfe bei Kohlenmonoxid-Austritt

    Sobald sich die ersten Symptome einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung bemerkbar machen, sollten Fenster und Türen zum großflächigen Lüften geöffnet werden und alle sich im Raum befindenden Menschen haben die Räumlichkeiten schnell zu verlassen. Atemschutzmasken schützen nicht nur Rettungskräfte und Feuerwehr bei der Bergung von Menschen. In jedem Unternehmen sollten ausreichend Atemschutzmasken für den Notfall bereitliegen. Nur so können bewusstlose Menschen ohne weitere Gefahr von anderen Personen gerettet werden. Zeitgleich ist der Notarzt zu alarmieren.

    Noch nicht bewusstlose Menschen sind ruhig zu lagern und vor Unterkühlung zu schützen. Es ist darauf zu achten, dass der frische Sauerstoff tief eingeatmet wird.

    Sind die vergifteten Personen bereits bewusstlos, sind diese sofort aus dem Raum zu tragen. Die bewusstlose Person ist in die stabile Seitenlage zu bringen. Hat die betroffene Person bereits einen Atemstillstand, so ist die Mund-zu-Nase-Beatmung anzuwenden. Bei einem Herzstillstand muss sofort die Herz-Lungen-Massage begonnen werden.

    Welche Gefahrenquellen können eine Kohlenmonoxidvergiftung auslösen?

    Gastherme und andere Heizungsanlagen: Eine defekte Gastherme ist im privaten wie auch beruflichen Kontext immer wieder eine Gefahrenquelle, die nicht ausreichend beachtet wird. Ganz oben auf der Liste steht der Brenner. Ist dieser defekt, kann die Verbrennung des Brennstoffs nicht erfolgreich ablaufen. Die schlimme Folge: Das Abgas tritt in dem Raum aus, in der die Gastherme aufgestellt ist.

    Kohlenmonoxidvergiftung, Gefahrenquellen, Kohlenmonoxid, CO, Heizanlage, Gastherme,
    Eine Kohlenmonoxidvergiftung kann von unterschiedlichsten Quellen ausgehen – © maho – Adobe Stock

    Holzpellets: Dieses Material gewinnt man durch Abfälle aus der Holzproduktion. Ob Firmen, Schulen, Krankenhäuser oder Privatpersonen, Holzpellets sind immer beliebter. Vor Ort werden diese in geschlossenen Räumen gelagert. Und genau hier entsteht die Kohlenmonoxid Gefahr. Den aus den scheinbar harmlosen gepressten Holzspänen entwickelt sich Kohlenmonoxid, welches durch den Autooxidationsprozess entsteht. Wird dem Raum nicht regelmäßig frische Luft zugeführt, entwickelt sich ein gefährlich hoher CO-Wert.

    Schornsteine: Werden diese nicht regelmäßig von einem Schornsteinfeger begutachtet und gesäubert, sind sie ebenfalls eine häufige Kohlenmonoxid Gefahr. Verbrannte Abgase – in der Wohnung auch gekoppelt mit einem Kamin – können durch einen verstopften Schornstein nicht austreten. Das giftige Gas tritt automatisch in der falschen Richtung aus und sorgt für eine Kohlenmonoxidvergiftung.

    Drosselklappen-Kamin: In Kombination mit Kaminen, so die Risikobewertung der Feuerwehr, treten immer wieder geschlossene Drosselklappen in Erscheinung. Sie dienen der Verringerung der Sauerstoffzufuhr, womit sich das Kaminfeuer steuern lässt. Niemals sollte diese ganz geschlossen sein, da der Effekt eines verstopften Schornsteins ähnelt.

    Holzkohlegrills: Trotz immer wieder warnender Worte der Feuerwehr, dass man in Wohnungen nicht mit Holzkohlegrills grillen soll, kommt es jedes Jahr zu schweren Kohlenmonoxidvergiftungen. In den kalten Wintermonaten kommt der ein oder andere Bürger auf die Idee sein Grillfleisch in geschlossenen Wohnräumen zuzubereiten. Der Gedanke Türen und Fenster beim Grillen mit einem Holzkohlegrill offen zu haben reicht aus, ist nicht selten zu hören. Durch die Holzkohle wird so viel Stoff verbrannt, dass offene Fenster und Türen nicht ausreichen, um ausreichend Sauerstoff in den „geschlossenen“ Raum zu befördern. Die Folge: Mangelnder Sauerstoff und die weitreichenden Folgen einer Vergiftung mit Kohlenstoffmonoxid.

    Shishas: Eine fast unbekannte Gefahrenquelle für die Entstehung von Kohlenmonoxid ist das Shisha rauchen. Denn bei der Verbrennung der Kohle entsteht das giftige Gas. Wird ohne eine Pause oder das Absetzen der Shisha-Pfeife geraucht und dem Raum ausreichend frische Luft zugeführt, kann Kohlenstoffmonoxid nicht abgeführt werden. Die Menschen (ob in Wohnungen oder Shisha-Bars) leiden nach kurzer Zeit anKopfschmerzen, Schwindel und den anderen bekannten Symptomen einer Vergiftung durch das entstandene giftige Gas. Unwissende denken nur daran, dass der Tabak schuld daran wäre.

    Dieselabgas: Gefährlich sind die Rußpartikel, die sich in Dieselabgas befinden. Diese Partikel sind so klein, dass sie durch das menschliche Auge nicht wahrgenommen werden. Durch das Einatmen legen sich die Rußpartikel in der Lunge ab, welche keinerlei Symptome verursachen. Allerdings wirken die Partikel durch das Abgas noch Jahre später nach.

    Gefahr aus der Gastherme – eine unterschätzte Kohlenmonoxid Gefahr

    Wie bereits erwähnt, sind die Gastherme oder ähnliche Heizungsanlagen große Gefahrenquellen, wenn es um Kohlenmonoxidvergiftungen geht. Neben den genannten Gefahren kann aber auch ein fehlerhafter Einbau der Therme oder der gesamten Heizungsanlage ein Grund sein. Baut ein Profi die benannten Geräte ein, sollte nichts schiefgehen. Da aber viele Bauherren Geld sparen wollen und denken, dass der Einbau einer Therme, von Heizungen und das Legen von Gasleitungen kein Hexenwerk ist, erledigen einige Hausbauer diese Aufgabe selbst. Schon kleinen Lecks, die für Laien nicht sichtbar sind, entsteht eine Kohlenmonoxid Gefahr.

    Für alle Geräte besonders Gasthermen ist es Pflicht, diese einmal jährlich von einem Techniker auf Funktion testen zu lassen. Ist man Mieter einer Wohnung oder Hauses und der Vermieter kümmert sich nicht um die jährliche Wartung, muss man ihn daran erinnern.

    Abgase in geschlossenen Räumen vermeiden

    Vergiftungsrisiken bestehen immer dann, wenn Prozesse der Verbrennung in geschlossenen Räumen stattfinden. Das können z. B. gasbetriebene Heizstrahler sein, aber auch Flurförderzeuge oder Baumaschinen, die mit Diesel oder Benzin betrieben werden. Schon durch eine Glättmaschine mit Benzinmotor ohne Katalysator kann die CO-Konzentration in einer geschlossenen Halle bis zur akuten Vergiftungsgefahr ansteigen. Das Grillen oder Shisha rauchen auf Eventveranstaltungen ist eine selten bedachte Gefahrenquelle.

    Schutzmaßnahmen müssen daher darauf fokussieren, das Entstehen von Abgasen in unzureichend belüfteten Umgebungen zu vermeiden. Für alle Abgas-produzierenden Maschinen und Geräte gilt:

    • Einsatz nur nach Gefährdungsbeurteilung, welche explizit die Vergiftungsgefahr berücksichtigt und die Einsätze ggf. eingrenzt.
    • Nur laut den Vorgaben des Herstellers verwenden. Ist z. B. der Betrieb eines benzinbetriebenen Arbeitsmittels laut Betriebsanleitung in geschlossenen Räumen unzulässig, gilt dieses Verbot auch für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter.
    • Gemäß dem Substitutionsgebot weniger gefährliche Alternativen prüfen.
    • Möglichkeiten zur Nachrüstung nutzen.
    • Unvermeidbare Einsätze von benzin- oder dieselgetriebenen Fahrzeugen nur bei guter Durchlüftung zulassen.
    • Motorfahrzeuge in Firmen sorgfältig warten inkl. Abgastest.

    Werden in Betrieben Tätigkeiten durchgeführt, bei denen Kohlenmonoxid verwendet wird oder gebildet werden kann, sollten Sie auf personenbezogene Messgeräte (vgl. Abbildung) nicht verzichten. CO-Messgeräte schlagen Alarm, sobald kritische Gaskonzentrationen erreicht werden.

    Zu betrachten sind nicht nur Räume, die im geometrisch strengen Sinne von allen 6 Seiten umschlossen sind. Auch in einem tiefen Graben, bei beengten Raumverhältnissen oder wenn nur am anderen Ende einer Halle ein Tor offensteht, können sich gefährliche Gase ansammeln. Durch Maßnahmen, mit denen Sie Abgase reduzieren, senken Sie nicht nur die CO-Gefahr, sondern auch die Umwelt- und Gesundheitsrisiken durch weitere Stoffe wie Stickoxide oder krebserzeugende Emissionen von Dieselmotoren.

    Mit CO-Meldern einer Kohlenmonoxidvergiftung vorbeugen

    Rauchmelder sind in allen Gebäuden Pflicht und retten seither das Leben vieler Menschen. Eher unbekannt und daher selten genutzt sind CO-Melder. Diese beiden Melder sind nicht miteinander zu vergleichen. Denn: Rauchmelder schlagen keinen Alarm, sollte sich in Gebäuden eine gefährlich hohe Konzentration aus Kohlenmonoxid befinden bzw. aufbauen.

    CO-Melder, Kohlenmonoxidvergiftung, Lebensretter
    CO-Melder können eine Kohlenmonoxidvergiftung verhindern und Leben retten – © Ralf Geithe – Adobe Stock

    Die neuesten Modelle von Meldern sind bereits mit einer sogenannten Voralarm Funktion ausgestattet. So reagiert der CO-Melder bereits bei geringen Ausströmungen des giftigen Gases. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) empfiehlt daher auf aktuelle Systeme zurückzugreifen.

    Die folgenden Angaben entstammen der EN 50291 und beziehen sich auf den Zeitraum der Alarmauslösung eines CO-Melders.

    Kohlenmonoxid-KonzentrationAuslösen des Alarms (Zeitfenster)
    0,005% = 50ppm60 bis 90 Minuten
    0,01% = 100ppm10 bis 40 Minuten
    0,03% = 300ppmWeniger als 3 Minuten

    Fazit zur Gefahr von Kohlenmonoxid

    Das giftige Gas Kohlenstoffmonoxid ist nicht zu unterschätzen. Zu schnell und ohne Aufsehen zu erregen, breitet es sich aus. Mitarbeiter in Unternehmen und Firmen sind regelmäßig zu unterweisen. In privaten Haushalten sind alle Geräte mindestens einmal jährlich von einem Profi nach Funktion zu testen.

    Um eine Kohlenmonoxidvergiftung zu verhindern, helfen CO-Melder. Diese sind in jedem Raum und vor allem in dem Raum anzubringen, wo sich das Gerät befindet, welches Stoffe verbrennt. Anhaltende Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit, sind ernst zu nehmen.

    Mehr zum Thema:

    Autor: Redaktion SafetyXperts