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Mit BGM und Employer Branding dem Fachkräftemangel entgegenwirken

© Corinna Bäsler
Employer Branding

Das Problem des Fachkräftemangels hat gerade einmal begonnen sich zu zeigen, der maximale Super-Gau steht noch bevor. Wie Sie Ihr BGM nutzen können und die gesuchten Fachkräfte mit Employer Branding für sich gewinnen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Frage, die viele Trainer und Berater beschäftigt ist: “Warum wollen Unternehmer das Problem des Fachkräftemangels nicht sehen und warum wollen sie nicht reagieren?” Vielleicht glauben einige, dass „Abwarten und Tee trinken“ die selbstständige Lösung herbeiführt, doch auch das wird nicht funktionieren. Warum also arbeiten Firmen nicht an der Markenbildung, denn das Employer Branding macht den Arbeitgeber für gut ausgebildete Bewerber attraktiv.

Junge Beschäftigte wollen ein gutes Betriebsklima

Junge, gut ausgebildete Arbeitssuchende informieren sich über ihren zukünftigen Arbeitgeber heutzutage sehr genau, zum Beispiel auf www.kununu.de, einer Arbeitgeber-Bewertungsplattform.  Bei Google ist im Zusammenhang mit Arbeitsplatzsuche die am häufigsten eingegebene Suchkombination „Firma + Betriebsklima“, das sagt viel über die heutige Situation am Arbeitsmarkt aus.

Wissen das auch die Unternehmer selbst, in welchem Rahmen sich Bewerber informieren und reagieren sie darauf? Ein Grund sich genauer anzuschauen, wie Unternehmen Ihre Eigenmarke stärken können.

Eigenmarkting mit Employer Branding

Was genau ist Employer Branding? Zu deutsch = Arbeitgebermarkenbildung.

Konzepte aus dem Marketing – insbesondere der Markenbildung, werden als unternehmensstrategische Maßnahme eingesetzt, um ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Employer Brand heißt nichts anderes als Arbeitgebermarke und ist ein wichtiger Imagefaktor, wie ein Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Das Ziel einer positiv gestalteten Arbeitgebermarke ist der Erfolg beim Personalrecruiting sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Durch engagierte und qualifizierte Mitarbeiter entsteht eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen und durch die Schaffung einer emotionalen Bindung eine geringere Personalfluktuation.

Maßnahmen, die sich branden lassen

Effektiver und anschaulicher ist dagegen echte Handwerksarbeit, kleine Veränderungen wie aktive Pause, ein abwechslungsreiches Obstbuffet oder eine tolle Betriebsveranstaltung in Form eines Geocachings, einer Schlauchbootfahrt oder eines Sportfestes, das gleich auch noch als Teambuilding funktioniert. Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeiter fängt bei den Büromöbeln an und sollte an jedem Arbeitsplatz selbstverständlich sein. Diese mitarbeiterorientierte Philosophie kann schon zu einer erfolgreichen Arbeitgebermarke führen.

Best Practices für Employer Branding

Ein Best Practice Beispiel ist Upstalsboom, das Unternehmen im Bereich Hotel und Freizeit hat mit einem neu definierten Wertebaum eine prägende Marke geschaffen und zieht regelmäßig junge und gut ausgebildete Fachkräfte an. Bei über 600 Mitarbeitern ist die Zufriedenheit auf 80 Prozent gestiegen und die Identifizierung mit dem Unternehmen ist nicht bezahlbare Werbung.

Aber nicht nur über Werte wie Achtsamkeit, Respekt, Loyalität oder Zuverlässigkeit lässt sich ein Unternehmen branden. Auch breitgestreute gesundheitliche Maßnahmen lassen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Wertschätzung entstehen. Eine halbe Stunde Firmenfitness in der Mittagspause holt die Mitarbeiter aus einer erstarrten Arbeitshaltung heraus und dehnt einseitige Strukturen wieder auf. Mit einem Gesundheitstag im Unternehmen erreicht man viele Mitarbeiter und kann gleichzeitig die Wünsche der Mitarbeiter kennenlernen.

Für größere Firmen werden individuelle Maßnahmen erstellt, wie ein Trimm Dich Pfad direkt im Betrieb. Der Chef oder der Vorgesetzte als Übungsmodell auf den Pfad Wegweisern und ein Belohnungssystem am Ende garantieren eine zahlreiche Teilnahme.

Eine interessante Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung ist die Anschaffung von Firmenrädern. Von einigen Fahrradhändlern wird ein steuerlich absetzbares Finanzierungsmodell angeboten, das nach Ablauf des Leasingvertrages eine kostengünstige Übernahme des Fahrrades erlaubt. Eine entsprechende Werbung auf dem Firmenrad kommuniziert die Unternehmensphilosophie Tag für Tag bei jeder Fahrt.

Natürlich sind auch die Social Media Kanäle wie Facebook und Instagram ein idealer Träger für ein positives Unternehmensimage. Sportliche Mitarbeiter die an verschiedenen Wettkämpfen und Sportveranstaltungen teilnehmen, können natürlich mit entsprechender Werbekleidung ausgestattet werden und ihre Erfolgsgeschichten auf einem Firmenblog teilen.

Vorteile einer erfolgreiche Arbeitgebermarke

Um sein Unternehmen am Wirtschaftsmarkt zu präsentieren, steuern Werbemaßnahmen das Image und die Philosophie des Betriebes. Auch als Arbeitgeber erweist sich die Markenbildung als Vorteil, nicht nur auf dem Bewerbermarkt. Eine positive Arbeitgebermarke spricht auch potenzielle Kunden an, sie signalisiert Kompetenz, Ausdauer und Vitalität, Eigenschaften die auch den Konsumgütermarkt beeinflussen.

Das Employer Branding hat aber auch intern Einfluss auf die Leistungsmotivation, Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung.

Es gibt also keine Ausreden, Unternehmer und Führungskräfte müssen umdenken und neue Wege zu gut ausgebildeten Fachkräften finden oder sich die top Fachkräfte selbst heranziehen. Mit einem positiven Image und attraktiven Mehrwerten ist es möglich sich am Arbeitsmarkt zu positionieren und präventiv zu handeln.

BGM hat mehr Vorteile als es kostet

Die Gesundheit der Mitarbeiter ist ein Erfolgskonzept und hat auf vielen Ebenen einen hohen Nutzen für das Unternehmen. Mit einem kurz gefassten Handlungsleitfaden lassen sich Ist-Werte von Fehlzeiten, Altersstruktur und Mitarbeiterzufriedenheit identifizieren und Lösungen für Probleme finden. Gesunde und glückliche Mitarbeiter bleiben auch länger im Unternehmen und sind das beste Aushängeschild für Ihr Employer Branding.

Die BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – fördert diese Maßnahmen mit bis zu 80 Prozent. Auch die SAB unterstützt Weiterbildungen im Bereich Gesundheit und Arbeitsplatzsicherung mit verschiedenen Förderprogrammen. Sportliche Aktivitäten und Gesundheitsmaßnahmen können mit 500,00 € pro Mitarbeiter steuerlich abgesetzt werden.

Finanziell lohnt sich die Gesundheitsförderung und die damit verbundene Markenbildung auf jeden Fall. Mit einem Bruchteil der Kosten die für einen erkrankten Mitarbeiter anfallen lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit steigern und die Fehlzeiten auf Grund Erkrankungen erheblich senken.

Die Einzigartigkeit eines Unternehmens herauszuarbeiten erfordert Mut, Durchhaltevermögen und eine starke innere Haltung. Erfolg, Kostenreduktion und dauerhafte Etablierung am Markt sind der Lohn für eine gepflegte Arbeitgebermarke.

Mehr zum Thema: Wie Sie ein wirkungsvolles BGM Konzept aufbauen

Autor: Corinna Bäsler

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