• 0228 / 95 50 160
Marken der Safety Xperts Familie

Arbeitsschutzkleidung: Diese 6 Typen gibt es!

© B Brown – Shutterstock – Redaktionelle Verwendung
Arbeitsschutzkleidung

Arbeitsschutzkleidung: Zum Schutz Ihrer Beschäftigten z.B. vor der schädigenden Einwirkung von Chemikalien stellen Sie ihnen Chemikalienschutzkleidung zur Verfügung. In Abhängigkeit von der Schutzwirkung gegenüber Chemikalien und/oder Partikeln treffen Sie dann Ihre Auswahl.

Bei Arbeitsschutzkleidung denkt man häufig an knallig gelbe Ganzkörper-Anzüge. Dabei gibt es viele verschiedenen Kategorien von Arbeitsschutzkleidung, die Sie je nach Tätigkeit und potenzieller Gefahr wählen können.

Kategorisierung von Arbeitsschutzkleidung

  • Typ 1 – Gasdichte Schutzkleidung: Vollschutz-Anzüge mit oder ohne Druckluftversorgung zum Schutz gegen hochtoxische flüssige und gasförmige Medien jeder Art.
  • Typ 2 – Nicht gasdichte Schutzkleidung: Flüssigkeitsdichte Vollschutz-Anzüge mit oder ohne Druckluftversorgung zum Schutz gegen hochtoxische flüssige Medien jeder Art.
  • Typ 3 – Flüssigkeitsdichte Schutzkleidung: Ganzkörper-Schutzanzüge oder Vollschutz-Anzüge zum Schutz gegen flüssige Chemikalien. Nähte und Anzug-Verschlüsse erfüllen die Anforderungen der Spritz-Prüfung nach EN 468.
  • Typ 4 – Sprühdichte Schutzkleidung: Ganzkörper-Schutzanzüge zum Schutz gegen flüssige Chemikalien. Nähte und Anzugverschlüsse erfüllen die Anforderungen der Sprühprüfung nach EN 468.
  • Typ 5 – Partikeldichte Schutzkleidung: Ganzkörper-Schutzanzüge zum Schutz gegen feste Partikel. Der Anzug erfüllt die Minimum-Innenleckage-Werte für staubförmige Partikel.
  • Typ 6 – Begrenzt sprühdichte Schutzkleidung: Ganzkörper-Schutzanzüge zum Schutz gegen Sprühnebel (flüssige Partikel). Der Anzug erfüllt die Anforderungen der reduzierten Sprüh-Prüfung nach EN 468. Ganzkörper-Schutzanzüge verfügen immer über eine Kapuze oder Haube. Teilkörperschutz – Jedes Kleidungsstück, das nur einen Teil des Körpers bedeckt, jedoch die Anforderungen der reduzierten Sprühprüfung nach EN 468 erfüllt.

Wichtig für Sie

Ihre Schutzkleidung kann gleichzeitig mehrere Kriterien erfüllen. Die jeweils niedrigere Typenklasse beinhaltet immer die Merkmale der höheren Typenklassen. So beinhaltet Typ 4 – Schutzkleidung automatisch Typ 5 und 6. Dieser Schutzanzug ist sprüh- und partikeldicht sowie begrenzt spritzdicht.

Es gibt 3 Risikokategorien

Die Verordnung (EU) 2016/425 über Persönliche Schutzausrüstungen unterteilt die PSA in 3 Risikokategorien:

  • Kategorie I: Geringfügige Risiken (z. B. PSA zum Schutz gegen längeren Kontakt mit Wasser)
  • Kategorie II: Andere Risiken, als in Kategorie I oder II aufgeführt (z. B. Arbeitsschutzhelme)
  • Kategorie III: Risiken, die zu sehr schwerwiegenden Folgen wie Tod oder irreversiblen Gesundheitsschäden führen können.

Sämtliche Schutzkleidung zum Schutz gegen gefährliche Chemikalien fällt in die Kategorie III. Das CE-Zeichen und Kennnummer der Zertifizierungsstelle bestätigen Ihnen die Übereinstimmung mit den Europäischen Normen für Persönliche Schutzausrüstungen der Kategorie III.

Mein Hinweis: Ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung, dass keine Schutzkleidung erforderlich ist, braucht sie auch nicht vom Arbeitgeber beschafft zu werden. Trotzdem können Ihre Mitarbeiter verpflichtet werden, Arbeitskleidung zu tragen, die nicht die Schutzfunktion analog der Schutzkleidung (PSA) besitzt.

Auch Schutzhandschuhe und Arbeitsschutzschuhe zählen zur Arbeitsschutzkleidung. In diesen beiden Artikeln finden Sie wichtige Hinweise für die richtige Auswahl der beiden Schutzmaßnahmen.

Autor: Gabriele Janssen

 


Downloads zu diesem Beitrag
8 Regeln zur Benutzung von Chemikalienschutzhandschuhen (DOCX) Download (102 KB)
PSA (DOCX) Download (105 KB)
Mitgliedern stehen hier 2 Downloads zur Verfügung

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an.
0228 / 95 50 160

* Selbstverständlich können Sie die Broschüren auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.