• 0228 / 95 50 160

DGUV-Vorschrift 1: Diese Pflichten haben Unternehmer

© Robert Kneschke – fotolia.com
DGUV-Vorschrift 1

Die DGUV-Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ regelt die Pflichten von Unternehmern für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Ergänzende Hinweise dazu sind in der DGUV-Regel 100-001 zusammengefasst.

Grundsätzlich sind Unternehmer verantwortlich dafür, Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie für eine wirksame
Erste Hilfe zu treffen. So legen es die staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften fest. Die DGUV-Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ bezieht sich dabei auf die Pflichten des Arbeitgebers und des Mitarbeiters,um letzte vor Arbeitsunfällen zu schützen.

DGUV-Vorschrift 1 – Pflichten des Unternehmers

In der DGUV-Vorschrift 1 werden vor allem 4 Bereiche definiert, die der Unternehmer erfüllen muss, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter zu gewährleisten.

  • Gefährdungsbeurteilung = Gefährdungsbeurteilungen müssen aktualisiert werden, wenn sich betriebliche Gegebenheiten ändern. Das ist z. B. der Fall, wenn neue Geräte eingesetzt werden. Außerdem muss der Unternehmer das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung und davon abgeleitete Maßnahmen sowie Ergebnisse von Kontrollen regelmäßig überprüfen.
  • Pflichtenübertragung = Der Unternehmer muss Auftragnehmer und Lieferanten schriftlich auffordern, im Rahmen des Auftrags bzw. der Lieferung die für Sicherheit und Gesundheitsschutz einschlägigen Anforderungen einzuhalten.
  • Unterweisung der Versicherten = Der Unternehmer ist verpflichtet, die Versicherten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu unterrichten. Dabei sollen die konkreten Gefährdungen am Arbeitsplatz sowie die Schutzmaßnahmen im Fokus stehen. Die Unterweisungen müssen mindestens einmal im Jahr aufgefrischt werden.
  • Befähigung der Beschäftigten für Tätigkeiten = Überträgt der Unternehmer Aufgaben an seine Mitarbeiter, darf er das nur, wenn sie befähigt und in der Lage sind, eine Arbeit ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen, und Bestimmungen und Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ausführen können.

Treten Mängel auf, die für Mitarbeiter gefährlich werden könnten, muss der Unternehmer aktiv werden. Das heißt, die betroffenen Arbeitsmittel oder Einrichtungen müssen der weiteren Benutzung entzogen oder stillgelegt werden. Arbeitsverfahren bzw. -abläufe sind abzubrechen, bis der Mangel behoben ist.

Auch Beschäftigte haben Pflichten

Aber die DGUV-Vorschrift 1 schließt auch die Mitarbeiter in Präventionspflichten ein. Sie müssen Regelungen zum Arbeitsschutz berücksichtigen. Dazu gehört u. a. das Tragen der vorgeschriebenen Schutzkleidung.

Außerdem dürfen sich Versicherte nicht durch Alkohol, Drogen und andere Rauschmittel oder Medikamente in einen Zustand versetzen, in dem sie sich oder andere bei der Arbeit gefährden können. Stellen Mitarbeiter fest, dass

  • ein Arbeitsmittel oder eine sonstige Einrichtung einen Mangel aufweist,
  • Arbeitsstoffe nicht einwandfrei verpackt, gekennzeichnet oder beschaffen sind
  • oder ein Arbeitsverfahren oder Arbeitsabläufe Mängel aufweisen,

müssen Sie den Mangel sofort melden oder beseitigen, wenn dies zu ihrer Arbeitsaufgabe gehört und sie über die notwendige Befähigung verfügen.

Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes

Das Kapitel 4 der DGUV Vorschrift-1 regelt, wie der betriebliche Arbeitsschutz personell organisiert wird. Hier finden Sie u. a. Hinweise zur Bestellung von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragten sowie zum Einsatz von Betriebsärzten. Die DGUV-Vorschrift 1 regelt außerdem die Anzahl und Ausbildung von Ersthelfern und Betriebssanitätern.

Autor: Uta Fuchs

* Selbstverständlich können Sie die Broschüren auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.

Copyright © 2019 Safety Xperts. Impressum | Datenschutz