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Schlafmangel: Das ist die Lösung!

Schlafmangel

Jeder Dritte in Deutschland leidet unter Schlafstörungen und an Schlafmangel. Für den Arbeitsplatz ist das problematisch, denn damit steigen das Unfallrisiko und die Fehlerquote – die Probleme sind absehbar. Gleichzeitig ist ein schlechter Schlaf auch sehr oft das Zeichen für eine psychische Belastung. Höchste Zeit, sich des Themas anzunehmen! Ich zeige Ihnen, wie andere Arbeitgeber das Problem lösen.

Zur Vermeidung von Schlafstörungen gibt es 2 Aspekte, an die man denken sollte:

Verhältnisse, die Auslöser können z. B. sein:

  • ungünstige Arbeitszeiten/Schichtarbeit
  • hoher Stress und Druck
  • Überstunden
  • körperlich belastende Arbeitsbedingungen, z. B. ständiges Sitzen
  • mangelnde Möglichkeiten für Entspannung oder einen sportlichen Ausgleich

Verhalten, das Schlafstörungen begünstigt; hierzu hat die „Studie zur Gesundheit Erwachsener“ 2013 (Jawbone, GDI, Rand) folgende Top-5-Verursacher festgestellt:

  • schlechte Planung und falsche Priorisierung: 41 %
  • lange Arbeitszeiten: 29 %
  • familiäre Belastung: 23 %
  • Stress: 23 %
  • Sorgen: 20 %

Schlafmangel: Ermitteln, thematisieren & erforschen

Als Arbeitgeber können Sie in erster Linie nur auf die Verhältnisse Einfluss nehmen – und das nur begrenzt. Gleichzeitig ist es aber möglich, das Verhalten der Arbeitnehmer positiv zu beeinflussen. Die Lösung liegt in der Kombination von beidem: problematische Verhältnisse zu erkennen und Mitarbeiter aufzuklären:

  1. Ermitteln Sie, ob das Thema „schlechter Schlaf“ für Ihre Arbeitnehmer relevant ist. Fragen Sie z. B. nach Schlafstörungen bei einem BEM-Gespräch oder bei Rückkehrgesprächen. Nach dem Datenschutzgesetz muss der Arbeitnehmer keine Auskunft erteilen – oft ist er aber freiwillig bereit, davon zu berichten. Schließlich sucht der Betroffene ja selbst eine Lösung! Sollte ein Bedarf bestehen, hilft der nächste Punkt!

  2. Thematisieren Sie Schlafstörungen: Bieten Sie an Gesundheitstagen dazu Vorträge an und bestellen Sie Broschüren bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse! Manche gesetzliche Krankenkasse hat aber auch ein eigenes Themenportal dafür – hier z. B. die Techniker Krankenkasse: goo.gl/oz3NHH Ein sehr gutes Buch ist auch: Barbara Knab; Jürgen Zulley: „Die kleine Schlafschule“, Mabuse Verlag, ISBN 9783863212841

  3. Erforschen Sie, welche Verhältnisse am Arbeitsplatz eine Schlafstörung auslösen können. Dazu hilft vor allem das unter Punkt 1 geschilderte Schlaftagebuch, durch das schnell ein Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und Schlafstörungen erkennbar wird.

Durch die folgenden Maßnahmen können Sie positive Verhältnisse für einen gesunden Schlaf schaffen:

  • Schulen Sie sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte in aktivem Zeitmanagement. Dabei ist das Ziel der Schulung das Zeitmanagement im Zusammenhang mit besserer Planung und Priorisierung.
  • Achten Sie auf Tipps zur vernünftigen Ernährung, wenn Schichtarbeit oder viele Überstunden anfallen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse nach entsprechenden Ernährungsworkshops!

Mein Tipp: Betroffenen hilft ein Schlaftagebuch. Mehr dazu finden Sie unter www.schlafgestoert.de.

So einfach geht Gesundheitsschutz im Betrieb!

Autor: Jürgen Loga

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