Lärmbekämpfung: Welche Maßnahmen wirklich helfen

Lärmbekämpfung: Welche Maßnahmen wirklich helfen

Lärm und dauerhafte Lärmbelastung von mehr als 85 Dezibel machen krank. Betroffene leiden nicht selten an physischen und psychischen Erkrankungen. Deshalb sind Maßnahmen zur Lärmbekämpfung unerlässlich. Welche Maßnahmen helfen und ergriffen werden müssen.

Ein Großteil der Menschen in Deutschland fühlt sich durch den Lärm des stetig zunehmenden Straßenverkehrs belästigt. Dies hat eine Umfrage des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2018 ergeben. Demnach fühlten sich 75 Prozent der Befragten in ihrem Wohnumfeld durch den Straßenverkehr gestört oder belästigt. Auf Platz 2 der verkehrsbedingten Lärmbelästigungen steht der Flugverkehr. 42 Prozent der Deutschen fühlen sich durch den Lärm von Flugzeugen belästigt.

    Weitere 35 Prozent stören sich an dem Schienenverkehrslärm. Darüber hinaus hat die Umfrage ergeben, dass rund 60 Prozent der Bürger in Deutschland eine Lärmbelästigung durch Nachbarn sehen.

    Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, sind Menschen täglich hohen Lärmbelastungen ausgesetzt. Dauerafter Lärm ohne ausreichende Lärmpausen wirkt sich schädlich auf die Gesundheit aus und beeinträchtigt die Lebensqualität in erheblichen Maße. Personen, die in der Nähe von Flughäfen, Autobahnen oder Bundesstraßen wohnen, sind dem Lärm permanent ausgesetzt.

    Das Gleiche gilt für Bewohner eines Mehrfamilienhauses mitten in Großstädten. Oft ist hier die Geräuschbelästigung hoch und physische sowie psychische Folgen sind vorprogrammiert. Aus den genannten Gründen ist eine wirksam durchgeführte Lärmbekämpfung unabdingbar. Das Ziel ist es, verkehrsbedingten Lärm und weitere Geräusche soweit zu mindern, dass sie keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

    Definition von Lärmbekämpfung

    Unter dem Begriff Lärmbekämpfung sind alle Maßnahmen zusammengefasst, die dem Lärmschutz dienen und die den Schallpegel verringern. Neben der Verringerung des Pegels zielen die Maßnahmen auf die Tonhöhe, die Tonhaltigkeit sowie die Impulshaltigkeit ab.

    Vor dem Hintergrund der Lärmbekämpfung geht es auch um Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik. Diese ist beispielsweise in Großraumbüros sehr wichtig. Durch die störenden Geräusche, die in einem solchen Büro entstehen, wird den Mitarbeitern die Kommunikation untereinander erschwert. Aus diesem Grund muss die Akustik mit bestimmten Maßnahmen verbessert werden. Obwohl es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, kann die Lärmbelastung in Großraumbüros zu Tinnitus bei den Beschäftigten führen. Darüber hinaus ist die Erkrankung auch eine Folge der Lärmpegel, die durch Industrielärm und Schienenverkehrslärm entsteht.

    Großraumbüros erleichtern zwar die Kommunikation der Mitarbeiter untereinanderm können jedoch eben aus diesem Grund auch zu einem erhöhten Lärmpegel führen. Urheber: focusandblur | Adobe Stock

    Maßnahmen zur Lärmreduzierung in Großraumbüros

    Deckensegel haben in der Vergangenheit in Großraumbüros eine große Wirkung gezeigt. Die Segel absorbieren den Schall und sind flexibel einsetzbar. Freihängende Deckensegel bieten dabei die beste Absorption, da sie auch auf der Rückseite mit zusätzlichen Absorptionswegen ausgestattet sind. Wenn keine Decke über die gesamte Fläche gespannt werden kann, lassen sich Deckensegel dort ideal einsetzen. Die Akustik in dem Großraumbüro wird spürbar verbessert. Das Gleiche gilt für das Raumklima und die Kommunikation der Beschäftigten untereinander.

    Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Akustik ist das Aufstellen von Wandabsorbern. Neben den Deckensegeln sorgen sie für eine weitere Verbesserung der Akustik. Sie absorbieren den Luftschall und sorgen für eine angenehme Ruhe in den Räumen. Die Wandabsorber gibt es auch in Form von mobilen Stellwänden. Gleichzeitig können diese Wände Arbeitsplätze abtrennen.

    Daneben kann auch das Tragen eines individuellen Gehörschutzes im Großraumbüro sinnvoll sein. In diesem Fall werden die Gehörschützer für die Mitarbeiter individuell angefertigt. Der Vorteil: die Lärmbelastung wird reduziert und die Kommunikation zwischen den Kollegen nicht beeinträchtigt.

    Ansätze bei der Lärmbekämpfung

    Es gibt zwei Ansätze bei der Lärmbekämpfung – der räumliche und der technologische Ansatz.

    Zwei AnsätzeIhre Bedeutung
    Räumlicher Ansatz der Lärmbekämpfung
     
    Beim räumlichen Ansatz setzen die Maßnahmen direkt an der Lärmquelle an. Im Vorfeld soll bereits die Entstehung von Lärm verhindert werden. Außerdem wird mit dieser Maßnahme der bereits existierende Lärm an der Lärmquelle gemindert. Darüber hinaus beinhaltet der räumliche Ansatz zur Lärmbekämpfung Maßnahmen beim Empfänger des Lärms. In der Fachsprache wird in diesem Zusammenhang der Begriff Lärmsenke verwendet. Damit ist der Lärmempfänger gemeint.
     
    Die Maßnahmen an der Lärmsenke beziehen sich auf die Installation von Lärmschutz.        Beispiele hierfür sind das Aufstellen von Schallschutzwänden oder das Verlegen von Flüsterbelägen. Schallschutzwände wirken lärmschützend, die Flüsterbeläge dagegen lärmmindernd. Zudem gehört das Aufstellen von Lärmschutzwänden zu den Maßnahmen im Rahmen des räumlichen Ansatzes der Lärmbekämpfung.
    Technologischer Ansatz Beim technologischen Ansatz spielen der direkt oder indirekt erzeugte Luftschall für die jeweiligen Maßnahmen eine wichtige Rolle. Der Körperschall ist bei der Erzeugung von direktem Luftschall nicht beteiligt. Das Turbinen-Stahltriebwerk eines Flugzeugs erzeugt beispielsweise direkten Luftschall. Soll die Geräuschentwicklung beim direkt erzeugten Luftschall gemindert werden, muss man die Verwirbelung in der Luft gering halten.   
     
    Beim Luftschall breiten sich die Schallwellen in der Luft aus. Die Schallwellen werden zum Beispiel durch Sprechen und Musik erzeugt. Mit 20 Hz bis 20.000 Hz kann der Luftschall vom menschlichen Gehör wahrgenommen werden. Die Schallwellen, die bei der Kommunikation zwischen Mitarbeitern erzeugt werden, treffen auf Wände und Decken. In diesen Bauteilen eines Hauses werden sie weitergeleitet. Körperschall und Luftschall gehen an den Grenzen zwischen Objektoberflächen und Luftraum ineinander über. Aus Luftschall wird Körperschall und andersherum.  
     
    Die äußere einwirkende Kraft spielt beim Luftschall eine große Rolle. Durch diese Kraftanregung wird Körperschall innerhalb einer Struktur erzeugt. In dieser Struktur pflanzt sich der Körperschall weiter fort. An der Oberfläche der Struktur entstehen Vibrationen, die wiederum als Luftschall abgestrahlt werden.

    Um die Geräuschentwicklung möglichst gering zu halten, gibt es beim Luftschall zwei Möglichkeiten. Einerseits kann der Kraftverlauf so beeinflusst werden, dass möglichst wenig Eigenfrequenzen der Bauteile angeregt werden. Andererseits kann man die Masse an der Kraftleitungsstelle erhöhen. So erhöht sich gleichzeitig die Eingangsimpedanz. Der Begriff Impedanz stammt aus der Physik und gibt das Verhältnis von elektrischer Spannung zur Stromstärke an.

    Belästigung durch Schall

    Wenn in Wohnungen Möbel verrückt werden oder mehrere Personen durch die einzelnen Räume gehen, werden die Geräusche meistens von den Nachbarn aus der unterliegenden Wohnung als störend wahrgenommen. Hierbei handelt es sich um Trittschall, einer Form des Körperschalls. Das belästigende Geräusch wird mechanisch direkt in die Decke weitergeleitet.

    Durch die Trittschalldämmung kann die Belästigung durch den Trittschall gemindert werden. Die Dämmung ist mit der Zunahme des Flächengewichts der Decke verbunden. Dafür werden weichfedernde Gehbeläge oder schwimmende Fußboden-Unterkonstruktionen installiert.  

    Schall breitet sich nicht nur in der Luft, sondern auch in Körpern aus. So breiten sich Luftschallwellen in festen Körpern aus und werden dort in Körperschall umgewandelt. Außerdem kann Körperschall durch äußere Krafteinwirkungen auf einen Festkörper entstehen. Ein Beispiel hierfür ist das Einschlagen eines Nagels in eine Wand. Hier entsteht Körperschall.  

    Maßnahmen zur Lärmbekämpfung

    Bei den Maßnahmen zur Lärmbekämpfung geht es vorrangig nicht nur um die Beseitigung von Lärm, sondern auch um die Vermeidung des Körperschalls. Oft wird Schall als Lärm empfunden. Tatsächlich wird der Schall über angrenzende Bauteile, wie zum Beispiel Rohre oder Mauern übertragen. Aus diesem Grund muss es zu einer Vermeidung des Körperschalls kommen.

    Eine bereits erwähnte Maßnahme zur Vermeidung des Körperschalls ist die Verwendung der Trittschalldämmung. Eine weitere Maßnahme ist die Vermeidung von Schallbrücken. Hierbei handelt es sich um feste Verbindungen zwischen dem Estrich und der Decke oder den seitlichen Wänden. Schallbrücken verschlechtern die Wirkung der Trittschalldämmung. Schallbrücken entstehen zum Beispiel durch Ausgleichsspachtelmassen und harte Fußleisten.

    Darüber hinaus können nachträglich eingebaute Heizkörper zu Schallbrücken führen. Bei der Renovierung oder Sanierung eines Büros sollte die Vermeidung von Schallbrücken oberste Priorität haben.  

    Lärmquelle versus Lärmsenke

    Bei den Maßnahmen zur Lärmbekämpfung muss zwischen der Lärmquelle und der Lärmsenke unterschieden werden. Ziel der Lärmbekämpfung ist es, die Belästigung durch den entstehenden Körperschall zu mindern. Die Minderung der Geräusch- und Lärmbelästigung an der Lärmquelle beinhaltet:

    • Einbau von Schalldämpfern
    • Geschwindigkeitsbegrenzungen für Fahrzeuge
    • Straßenbeläge aus Asphalt und aus Flüsterbelag verlegen. Mit diesen soll die Höhe des Lärmpegels und die Impulshaltigkeit des Schalls vermindert werden.
    • Installation einer Lärmschutzwand direkt an der Lärmquelle
    • Arbeiten mit Lüfterlosen Computern im Büro

    Maßnahmen an der Lärmsenke

    • Verwendung von Gehörschutz
    • Einbau von Schallschutzfenstern in Neubauten und Bestandsgebäuden
    • Geschwindigkeitsbegrenzungen in Wohngebieten
    • Einführung von verkehrsberuhigten Bereichen
    • Installation von Lärmschutzwänden

    Lärm in der Nachbarschaft und Ruhestörung

    Sowohl an der Lärmquelle als auch an der Lärmsenke gibt es einige Möglichkeiten, um den Lärm zu mindern oder zu verhindern. Darüber hinaus darf der Lärm aus der Nachbarschaft nicht unterschätzt werden. In vielen Fällen ist auch von Ruhestörung die Rede. Für viele stellt dies ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Nachbarschaftslärm ist außerdem ein häufiger Grund für einen handfesten Nachbarschaftsstreit.

    Gemäß Definition bedeutet Ruhestörung die Belästigung anderer Personen durch Schallemissionen. Im Mietrecht kommt die Ruhestörung allerdings nicht vor. Darüber hinaus gibt es in einem Mehrmietparteienhaus keine gesetzlichen Ruhezeiten. In der Hausordnung kann der Vermieter diese allerdings festhalten. An die Zeiten muss sich jeder Mieter halten.

    In den Immissionsschutzgesetzen der einzelnen Bundesländer (Landes-Immissionsschutzgesetze) sind die Ruhezeiten häufig festgeschrieben. Außerdem können die Gemeinden Ruhezeiten festlegen.

    Obwohl die Ruhestörung im Mietrecht nicht explizit vorkommt, haben Gerichte in der Vergangenheit oft festgelegt, was eine angemessene Zimmerlautstärke ist. Diese darf tagsüber 40 dB und nachts 30 dB nicht überschreiten. Hierbei handelt es sich um Grenzwerte.

    Bei einer akuten Ruhestörung, wie zum Beispiel bei einer privaten Feier, haben Nachbarn das Recht, die Polizei zu rufen. Ratsam ist es jedoch, das persönliche Gespräch mit dem Ruhestörer zu suchen. In dem Gespräch kann man dann auf das Lärmbelästigungs-Gesetz verweisen. Hier wird eine Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr vorgeschlagen. Sollte das Gespräch dennoch nicht fruchten, kann neben der Polizei das Ordnungsamt eingeschaltet werden. Die Lärmbelästigung durch den Nachbarn stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

    Verstöße gegen die nächtliche Ruhezeit oder die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen können mit einem Bußgeld in Höhe bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Für das Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen können sogar bis zu 50.000 Euro Bußgeld fällig werden. Wer gegen die vertraglich vereinbarte Mittags- oder Nachtruhe im Mietshaus verstößt, kann abgemahnt oder die Wohnung gekündigt werden.

    Nachbarschaftslärm ist oft subjektiv. Manche Personen stören sich nicht an dem „Lärm“ der anderen Nachbarn oder nehmen ihn nur gering wahr. Andere wiederum rufen sofort das Ordnungsamt oder die Polizei, wenn die Stereoanlage einmal im Monat zu lauf aufgedreht ist. Deshalb sollte man beim Nachbarschaftslärm differenzieren. Lebt man gerne mit den anderen nachbarschaftlich zusammen, sollte nicht zwingend ein Streit vom Zaun gebrochen werden. Vielmehr sollte das gute nachbarschaftliche Verhältnis aufrecht erhalten und Rücksicht auf die anderen genommen werden.

    Lärmminderung von Gewerbe- und Gaststättenlärm

    Fakt ist: die Lärmimmission von Handwerksbetrieben und Gaststätten ist nicht zu unterschätzen. Mit dem Bundesimmissionsschutzgesetz sowie der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) hat der Gesetzgeber Instrumente geschaffen, um die Nachbarschaft vor dem Lärm zu schützen.

    Laut Angaben des Bundesumweltministeriums dürfen Gewerbe- und Industrieanlagen nur dann in Betrieb genommen werden, wenn die behördliche Genehmigung dafür erteilt wird. Zudem muss sichergestellt sein, dass Gewerbe- und Industriebetriebe keine schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche hervorrufen können.

    Bei Gaststätten können Lärmbelastungen durch lautstarke Unterhaltungen oder durch Lachen hervorgerufen werden. Eine weitere Lärmquelle sind zum Beispiel Übertragungen von Fußballspielen oder Live-Musik-Veranstaltungen. Betreiber von Gaststätten und anderen Lokalen sind dazu verpflichtet, Schutzmaßnahmen gegenüber den Nachbarn zu ergreifen, die sowohl technisch als auch organisatorisch durchführbar sind. Neben den Pflichten des Betreibers setzt der Bund Instrumente ein, um den Gaststättenlärm wirksam zu bekämpfen.

    Gaststätten unterliegen sowohl dem Gaststättengesetz als auch dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Darüber hinaus haben sie sich an die TA Lärm zu halten. Aus der TA Lärm ergeben sich für den Betreiber spezielle Pflichten. Beispielsweise müssen sie sich an Lärmrichtwerte halten. Darüber hinaus unterliegen Gastronomen Auflagen zum Schallschutz. Die Immissionsrichtwerte der TA Lärm liegen in allgemeinen Wohngebieten tagsüber bei 55 dB und nachts bei 40 dB.

    In reinen Wohngebieten liegen die Immissionsrichtwerte am Tag bei 50 dB und in der Nacht bei 35 dB. In Dörfern und Mischgebieten liegen die Richtwerte tagsüber bei 60 dB und in der Nacht bei 45 dB.

    Lärmkartierung und Lärmaktionspläne

    Ein weiteres Instrument des Gesetzgebers zur Lärmbekämpfung ist die Lärmkartierung. Die Verordnung über die Lärmkartierung ist Teil des Bundesimmissionsschutzgesetzes und trat 2006 in Kraft. Die 34. BImSchV regelt die Kartierung von Umgebungslärm. Zudem werden die Anforderungen an Lärmkarten nach § 47c BImSchG mit der Verordnung konkretisiert.

    Lärmkarten bilden die jeweilige Lärmsituation für den Straßen-, Schienen- und Flugverkehr ab. Zudem zeigen die Karten die Lärmbelastung von Industrie- und Gewerbebetrieben. Die Karten beziehen sich dabei entweder auf den 24-Stunden-Tageszeitraum oder den 8-Stunden-Nachtzeitraum.

    Die Lärmkarten werden anhand von Daten, wie beispielsweise Straßendaten mit Verkehrsaufkommen sowie Höhenangaben für das umgebende Gelände erstellt. Darüber hinaus spielen Gebäudedaten mit Einwohnerzahlen für die Erstellung der Lärmkarten eine große Rolle. Lärmmessungen werden dafür allerdings nicht durchgeführt.

    Lärmkarten erstellen die jeweiligen Kommunen der Bundesländer. Ausgenommen davon sind Lärmkarten für Schienenwege des Bundes. Die Lärmkarten dafür erstellt das Eisenbahn-Bundesamt.

    Die Erstellung der Lärmkarten hat das Ziel, die Lärmsituation vor Ort abzubilden. Vor allem für Ballungsräume und Großstädte in Deutschland werden die Lärmkarten erstellt. Anhand der Lärmkarten und der dort abgebildeten Situation können Maßnahmen zur Lärmbekämpfung ergriffen werden. Bürgerinnen und Bürger können sich in den Planungsprozess mit einbringen.

    Im Rahmen der Erstellung von Lärmkarten werden auch Lärmaktionspläne erstellt. Mit diesen Plänen werden die Maßnahmen zur Lärmbekämpfung konkret festgelegt. Ziel von Lärmaktionsplänen ist es, die Lärmbelastung in den Städten und Gemeinden zu verringern und die Lebensqualität der Bürger und Bürgerinnen zu verbessern.

    Mit Umgebungslärm werden gesundheitsschädliche Geräusche im Freien bezeichnet. Umgebungslärm wird vom Straßen-, Flug- und Schienenverkehr verursacht. Darüber hinaus entsteht Umgebungslärm durch Industrie- und Gewerbebetriebe.

    Fazit: Diese Maßnahmen helfen bei der Lärmbekämpfung

    Jegliche Form von Lärm kann die physische und psychische Gesundheit beeinträchtigen. Ob der Lärm vom Straßenverkehr, von Flugzeigen oder auch von zu lauten Radios. Alles über einem Schallpegel von 85 Dezibel beeinträchtigt die Gesundheit.

    Aus diesem Grund setzt der Bund verschiedene Instrumente zur Lärmbekämpfung ein. Die gesetzliche Grundlage für die Lärmbekämpfung ist das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Mit der Technischen Anleitung gegen Lärm (TA Lärm) wird das Gesetz nochmals konkretisiert.

    Einzelmaßnahmen zur Lärmbekämpfung sind zum Beispiel die Installation von Schallschutzwänden an Bundesstraßen und Autobahnen oder die Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen in Wohngebieten.

    Lärm, der am Arbeitsplatz entsteht, wird oft an der Lärmquelle bekämpft. Um die Lärmbelastung für die Mitarbeiter zu senken, können Arbeitgeber in geräuscharme Maschinen und Werkzeuge investieren. Darüber hinaus gibt es Maßnahmen beim Empfänger des Lärms – also bei den Beschäftigten selbst. In großen Werkshallen ist der Gehörschutz für Mitarbeiter Pflicht. Vom Hörakustiker wird dieser in den meisten Fällen individuell für jeden Mitarbeiter angepasst.

    Weiterhin ist die Erstellung von Lärmkarten eine Maßnahme zur Lärmbekämpfung. Anhand der Lärmkarten kann die Geräuschsituation für ein bestimmtes Gebiet abgelesen werden. Auf dieser Grundlage können weitere Maßnahmen zur Lärmbekämpfung beschlossen werden.

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    Autor: Redaktion SafetyXperts