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Arbeitsregelung an christlichen Feiertagen für andere Religionen

© Jaqueline F Cooper – Shutterstock
Feiertage aller Religionen

Die meisten Mitarbeiter in einem Betrieb sind von ihrer Herkunft und Religion recht vielschichtig. Ein großer Teil gehört keiner christlichen Kirche an. Daher kommt häufig die Frage auf, ob diese Mitarbeiter an Feiertagen arbeiten dürfen. Denn die meisten Feiertage sind christliche Feste. Hier finden sie die Antwort auf die Frage der Arbeitsregelung.

Arbeitsregelung an Feiertagen für Angehörige anderer Religionen

Es ist grundsätzlich verboten, Mitarbeiter an Feiertagen arbeiten zu lassen. Dieses Verbot gilt den ganzen Tag, also über alle 24 Stunden. Ausnahmeregelungen gibt es aus guten Gründen für Krankenhäuser, Restaurants, Bäckereien, Speditionen u. v. a. Religionsbedingte Ausnahmen sind im Arbeitszeitrecht jedoch nicht bekannt. Das heißt: Ob Oster- oder Pfingstmontag, ob Karfreitag oder Christi Himmelfahrt, die Arbeitsverbote gelten für jeden und sind unabhängig davon, welche Rolle der einzelne Mitarbeiter diesem Tag beimisst. Auch für Menschen, die formell evangelischen oder katholischen Glaubens sind, hat der religiöse Hintergrund von christlichen Feiertagen oftmals keine individuell wichtige Bedeutung.

Und auch wer aus einer Kirche ausgetreten ist, profitiert vom freien Feiertag. Ihr Betrieb darf also auch Angehörige einer anderen Religionsgemeinschaft wie Muslime oder Buddhisten nicht einsetzen, um ein Feiertagsarbeitsverbot zu umgehen. Dies ist nicht zulässig. Wenn Sie aber gute Argumente haben, dass bei Ihnen auch an einem Feiertag gearbeitet werden muss, wenden Sie sich für eine Ausnahmegenehmigung an die zuständige Aufsichtsbehörde (Amt für Arbeitsschutz bzw. Gewerbeaufsicht). Wichtig ist, dass Sie gesetzliche Feiertage von den sonstigen kirchlichen Feiertagen trennen. Das Arbeitszeitgesetz bezieht sich auf Sonn- und gesetzliche Feiertage wie etwa Karfreitag. Einige gesetzliche Feiertage gelten bundesweit, andere dagegen – wie etwa Allerheiligen – nur in einzelnen Bundesländern. Wo ein kirchlicher Feiertage kein gesetzlicher Feiertag ist, fällt er auch nicht unter das Arbeitszeitgesetz. Daher muss z. B. an Allerheiligen in Hamburg gearbeitet werden, aber nicht in München. Übrigens: Heiligabend und Silvester sind keine gesetzlichen Feiertage!

Autor: Friedhelm Kring

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